Medikamententütchen sauber einsortieren
Eine am UKW mitentwickelte Medikamentenbox sorgt für eine sichere und übersichtliche Bereitstellung von Unit-Dose-Tütchen – und unterstützt als konsequente Mehrweglösung zugleich die Nachhaltigkeit.

Armin Kuhn und Annette Steinam-Wöppel präsentieren die neuen Medikamentendispenser, an deren Entwicklung sie maßgeblich mitgewirkt haben.
Für die Medikamentenversorgung auf den Stationen nutzt die Apotheke des UKW seit 2024 ein sogenanntes Unit-Dose-System. Bei der vollautomatischen Verpackungs- und Ausgabelösung erhalten die Patientinnen und Patienten ihre Arzneimittel individuell abgepackt in kleinen, mit allen relevanten Informationen beschrifteten Tütchen. Doch wie stellt man diese Blistertütchen den Patientinnen und Patienten am Krankenbett am besten zur Verfügung – übersichtlich nach Einnahmezeitpunkten und Wochentagen sortiert sowie hygienisch einwandfrei? Mit dieser Frage beschäftigte sich Annette Steinam-Wöppel, die Bereichsleiterin der Station O 22/23, schon im Jahr 2023, im Vorfeld des Rollouts des Unit-Dose-Systems.

Der Markt bot kein passendes Produkt an In die bis dahin am UKW üblichen Medikamentendispenser, sprich Tablettenboxen, passten die Tütchen nicht hinein. „Trotz einer umfangreichen Marktrecherche, bei der auch der Einkauf des UKW eingebunden war, konnten wir kein geeignetes Produkt finden“, schildert Steinam-Wöppel. Im Februar 2024 nahm die engagierte Pflegekraft deshalb Kontakt mit einem Lieferanten für Medikamentenverteilung auf. Vermittelt wurde der Industrieansprechpartner von Armin Kuhn von der Abteilung „Einkauf Ge- und Verbrauchsartikel“ des UKW. „In der Folge schilderte ich dem Unternehmen in mehreren Telefonaten ausführlich meine Produktideen – und wenige Wochen später kam der Geschäftsführer der Firma mit einem 3D-gedruckten Prototypen auf uns zu“, berichtet Steinam-Wöppel. Nach einem Praxistest am UKW und der Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen entstand eine neue Tablettenbox, die seit November 2024 zum Lagerportfolio des Klinikums gehört. Nur noch Mehrwegprodukte im Einsatz „Bis dahin waren am UKW Medikamentendispenser sowohl als Einweg- als auch als Mehrwegprodukte im Einsatz“, schildert Armin Kuhn und fährt fort: „Seit der Neuausrichtung setzen wir hier im Sinne der Nachhaltigkeit ausschließlich auf Mehrweg.“ Und der Einkäufer sieht auch noch einen weiteren positiven Effekt: „Die neuen Dispenser können die Patientinnen und Patienten im Gegensatz zu den bisherigen Modellen zu Hause nicht verwenden. Somit gibt es deutlich weniger Schwund, was dem UKW Kosten und Ressourcen spart.“ Mittlerweile können auch andere Krankenhäuser von der Entwicklungsarbeit des UKW profitieren: Im November 2025 führte der Hersteller die Neuentwicklung offiziell in den Markt ein.
Zukunftswerkstatt aktuell
Die Monatsgewinner

Mai | Im Zusammenhang mit dem Monatsthema „Außenanlagen“ sprach sich Peter Meyer im Sinne der Artenvielfalt für ein differenzierteres Mähen der Grünflächen des UKW aus.
Juni | Florian Schroll und Johannes Öhrlein (Bild siehe "Die Jahresgewinner") reichten gemeinsam einen Beitrag zum Monatsthema „Abfall” ein. Ihre Idee: Anstatt die nur teilentladenen Batterien der über 100 am UKW vorhandenen mobilen Defibrillatoren nach dem turnusmäßigen Austausch zu entsorgen, werden diese gesammelt und beim Reanimationstraining weiterverwendet. So werden Ressourcen geschont und Abfall vermieden.

Juli | Petra Sieber lieferte zum gerade in diesem Jahr überaus passenden Monatsthema „Hitze“ einige Tipps, wie man mit einfachen Mitteln den Körper kühlen kann.
Die Gewinnerin und die Gewinner durften sich jeweils über einen 50 €-Gutschein freuen.
Die Jahresgewinner

Florian Schroll (links) und Johannes Öhrlein vor Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Marcus Huppertz und Philip Rieger, alle drei aus dem Vorstand des UKW.
Beim Sommerfest des UKW wurden die Jahresgewinner der Zukunftswerkstatt bekanntgegeben. Unter allen Einsendungen der letzten zwölf Monate ausgelost worden waren zuvor Florian Schroll und Johannes Öhrlein, die Monatsgewinner vom Juni.

Mehr Raum für Wertstoffe: In den Zentren für Operative und Innere Medizin wurde die Sammelkapazität um 12,5 m3 erweitert. Insgesamt stehen dort nun 18 Container zur Verfügung.
Wertstoffsammlung: Erfolge in Zahlen
▪ Seit dem Start des Optimierungsprojekts zur Wertstoffsammlung am UKW im Jahr 2024 haben sich 21 Bereiche aktiv beteiligt (Stand August 2026). ▪ Für neue Sammelsysteme wurden bislang rund 18.000 € investiert. ▪ Die Erlöse für Papier und Kartonage lagen bei rund 32.600 € in 2024 und knapp 31.200 € in 2025. ▪ Die über den Gelben Sack erfasste Menge an Verpackungsabfällen stieg von rund 90 t (2024) auf über 99 t (2025).
Treibhausgase weiter im Blick
Das UKW bilanziert seit dem Jahr 2023 jährlich seine Treibhausgasemissionen. Hier einige zentrale Ergebnisse aus der jetzt vorliegenden Bilanz für 2025: ▪ Die letztjährigen Gesamtemissionen betrugen 184.554 t CO2e und lagen damit nahezu auf dem Niveau von 2024 (184.152 t CO2e). ▪ Der Stromverbrauch sank gegenüber 2024 um etwa 8,5 %. Wesentliche Ursachen hierfür sind Effizienzmaßnahmen wie die Umrüstung auf LED-Downlights, der Ausbau der Photovoltaik sowie Verbrauchsrückgänge in einzelnen Bereichen. ▪ Auch der Erdgasverbrauch ging um rund 8 % zurück. Neben Optimierungen im Wärmeversorgungssystem ist dafür auch der Ausfall der Gasturbinen während der Erneuerung der Abgasstrecken verantwortlich. ▪ Die größten Herausforderungen für den Klimaschutz am UKW bleiben die Beschaffung von Medikamenten und Medizinprodukten, Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie die Mobilität von Patientinnen und Patienten. Beim letzten Punkt stiegen die Treibhausgasemissionen in 2025 um rund 16 %.