Spitzentechnologie in der Radiologie

Am UKW ist seit Juli 2026 der dritte photonenzählende Com­puter­tomo­graph (CT) im täglichen diagnostischen Einsatz. Das neue Gerät hat viele Vor­teile auf seiner Seite. So profitieren die Patientinnen und Patienten von einer kurzen Scanzeit, einer vergleichsweise niedrigen Strahlendosis und potenziell geringen Nebenwirkungen. Die Ärzt­in­nen und Ärzte sind ihrerseits von der Qualität der damit erzielbaren Auf­nahmen begeistert. „Selbst feinste Struk­turen, die wir im herkömmlichen CT oft nur unscharf sehen, sind exakt dargestellt. Wir können zum Beispiel die kleinen Seitenäste der Herzkranzgefäße oder minimale Ablagerungen in der Gefäßwand erkennen. Auch Tumor­zell­nester im Knochenmark lassen sich im neuen CT schneller und besser identi­fizieren“, beschreibt Prof. Dr. Thorsten Bley, Direktor des Instituts für Dia­gnostische und Interventionelle Radiolo­gie. Dort wurde das neue Gerät instal­liert.

Über die hohe Präzision des neuen CT freu­en sich (von links): Theresa Riedel, leitende Medizinische Technologin für Radiologie, Dr. Pauline Pannenbecker, Prof. Dr. Thorsten Bley, PD Dr. Andreas Kunz und Inge Krafft, Bereichsleitung CT.

Wieder als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert

Die Deutsche Krebshilfe (DKH) hat den Förderantrag der Comprehensive Cancer Center Allianz Würz­burg/Er­lang­en/Regensburg/Augsburg (CCC Allianz WERA) bewilligt und den Ver­bund erneut als „Onkologisches Spitzen­zentrum“ ausge­zeichnet. Nach positiver Begutachtung durch eine internationale Experten­kommission er­teil­te die DKH einen Förderbescheid über mehr als sechs Millionen Euro für den Zeitraum von 2027 bis 2030. Die CCC Allianz WERA bündelt die onkologische Expertise der Univer­si­täts­medizin an den vier Standorten. Ziel ist es, Krebsforschung und -versorgung standort-übergreifend weiterzu­ent­wick­eln, innovative Therapien schneller in die klinische Anwendung zu bringen sowie Patientinnen und Patienten eine Ver­sorgung nach höchsten Qualitäts­standards zu ermöglichen.

Das geschäftsführende Direktorium der CCC Allianz WERA (von links): Prof. Dr. Ralf Bargou (Würzburg), Prof. Dr. Matthias W. Beckmann (Erlangen), Prof. Dr. Tobias Pukrop (Regensburg) und Prof. Dr. Martin Trepel (Augsburg).

Endokrine Chirurgie erneut ausgezeichnet

Das Referenzzentrum für Endo­krine Chirurgie am UKW ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie für weitere drei Jahre bis Juli 2029 rezertifiziert worden. Bei einem ganztägigen Audit über­zeugte das Zentrum mit hoher Behandlungsqualität, speziali­sier­­­ten Teams und einer engen Verbindung von Krankenver­sorg­ung und Forschung. Positiv bewertet wurden zudem die hohen Fallzahlen und die kon­sequente Umsetzung medizini­scher Leitlinien. Das Spektrum reicht von Eingriffen an Schild­drüse und Nebenschilddrüsen bis zur Neben­nieren­chirurgie. Auch robotisch assistierte Ope­ra­tionen mit dem Da-Vinci-System kommen zum Einsatz. Das UKW gehört damit zu den wenigen Zentren in Deutsch­land, die diese Qualifizierungs­stufe erreichen.

Bild: Valerio Agolino/UKR

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