Würzburger Schmerz-Expertise im Wissensmagazin GEO

Die Juli-Ausgabe des Reportagemagazins GEO widmet ihr 21-seitiges Titelthema neuen Forschungs- und Therapieansätzen bei chronischen Schmerzen. Für die wissenschaftlich-medizinischen Inhalte kommen sieben Fachleute des UKW aus der Klinischen Forschungsgruppe ResolvePAIN unter Leitung von Prof. Dr. Heike Rittner zu Wort. Exemplarisch für die dort geleistete interdisziplinäre Arbeit beschreibt der Beitrag die Messung an Nervenfasern mittels Mikroneurografie (Prof. Dr. Barbara Namer, Anästhesiologie), die hochtechnologische Visualisierung von Spinalganglien als Teil der Schmerzverarbeitung (Dr. Magnus Schindehütte, Neuroradiologie) sowie die Schmerzentstehung durch fehlgeleitete Immunreaktionen (Prof. Dr. Kathrin Doppler, Neurologie). Es wird zudem deutlich, dass die Angst vor Bewegung zu einem Erlernen von Schmerzen führen kann (Stefan Lindner, Anästhesiologie) – und dass soziale Faktoren Schmerzen dämpfen oder auch verschärfen können (Prof. Dr. Grit Hein, Psychiatrie). Als therapeutische Einrichtung stellt der Artikel die Schmerztagesklinik des UKW vor. Dort wird chronischer Schmerz als komplexes, den ganzen Menschen betreffendes Geschehen wahrgenommen und entsprechend therapiert.
Würzburger Schmerz-Expertise im Wissensmagazin GEO

Die Juli-Ausgabe des Reportagemagazins GEO widmet ihr 21-seitiges Titelthema neuen Forschungs- und Therapieansätzen bei chronischen Schmerzen. Für die wissenschaftlich-medizinischen Inhalte kommen sieben Fachleute des UKW aus der Klinischen Forschungsgruppe ResolvePAIN unter Leitung von Prof. Dr. Heike Rittner zu Wort. Exemplarisch für die dort geleistete interdisziplinäre Arbeit beschreibt der Beitrag die Messung an Nervenfasern mittels Mikroneurografie (Prof. Dr. Barbara Namer, Anästhesiologie), die hochtechnologische Visualisierung von Spinalganglien als Teil der Schmerzverarbeitung (Dr. Magnus Schindehütte, Neuroradiologie) sowie die Schmerzentstehung durch fehlgeleitete Immunreaktionen (Prof. Dr. Kathrin Doppler, Neurologie). Es wird zudem deutlich, dass die Angst vor Bewegung zu einem Erlernen von Schmerzen führen kann (Stefan Lindner, Anästhesiologie) – und dass soziale Faktoren Schmerzen dämpfen oder auch verschärfen können (Prof. Dr. Grit Hein, Psychiatrie). Als therapeutische Einrichtung stellt der Artikel die Schmerztagesklinik des UKW vor. Dort wird chronischer Schmerz als komplexes, den ganzen Menschen betreffendes Geschehen wahrgenommen und entsprechend therapiert.
Symposium zum Zukunftsthema PROMs
Patient Reported Outcome Measures (PROMs) sind standardisierte Fragebögen, mit denen Patientinnen und Patienten ihren Gesundheitszustand, ihre Lebensqualität und den Behandlungserfolg selbst bewerten. Sie werden vor und nach einer Therapie erhoben und ermöglichen so die Messung von Veränderungen. International sind PROMs bereits fester Bestandteil vieler Gesundheitssysteme. In Deutschland nimmt ihre Bedeutung zu, insbesondere in der Qualitätssicherung und Versorgungsforschung. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das UKW am 28. April 2026 ein Symposium, bei dem Prof. Dr. Matthias Rose von der Charité Berlin und Prof. Dr. Caroline B. Terwee vom Amsterdam University Medical Center ihre Erfahrungen mit PROMs vorstellten. Außerdem referierten von Würzburger Seite Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor des UKW, Prof. Dr. Achim Wöckel, Direktor der Universitäts-Frauenklink und Prof. Dr. Peter Heuschmann, Lehrstuhlinhaber des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der Universität. Auch die anschließende Podiumsdiskussion lieferte den rund 70 Teilnehmenden neue Impulse.

Die Referierenden und Teilnehmenden der Podiumsdiskussion sowie das Projektteam des Symposiums (v. l): Prof. Dr. Matthias Rose, Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Anna Schäfer (IKE-B), Stefanie Granzow (Patientenvertreterin), Susanne Berninger (Stabsstelle Medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanagement, UKW), Prof. Dr. Peter Heuschmann, Prof. Dr. Caroline B. Terwee, Prof. Dr. Achim Wöckel und Julia Wendel (IKE-B).
Was bringen Namensschilder im OP?
Im Operationssaal arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Fachrichtungen in immer wieder neu zusammengesetzten Teams zusammen. Namen und Rollen aller Beteiligten sind dabei nicht zwangsläufig bekannt. Genau hier setzt das „NameTag-Projekt“ an: Seit Juli dieses Jahres tragen Mitarbeitende am UKW gut sichtbare Namensschilder auf ihren OP-Hauben. Die Aufkleber sollen die persönliche und eindeutige Ansprache erleichtern. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Verwendung von Namen die direkte Kommunikation fördern und Kommunikationsfehler reduzieren kann. Hinter dem Projekt steht eine breite Kooperation mehrerer chirurgischer Kliniken, der Anästhesiologie, des OP-Managements, des Personalrats und der Stabsstelle für Medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanagement am UKW sowie des Instituts für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung der Medizinischen Fakultät. Ob die NameTags tatsächlich etwas verändern, wird wissenschaftlich evaluiert. Unter anderem findet dazu vom 15. Oktober bis 30. November 2026 eine Befragung statt. Alle im OP Tätigen sind aufgerufen, ihre Erfahrungen mit den NameTags einzubringen.

Für bessere Gespräche in der Krebsmedizin
Moderne Krebsmedizin braucht nicht nur innovative Therapien, sondern auch eine Kommunikation, die Orientierung gibt und gemeinsame Entscheidungen ermöglicht. Genau hier setzt das neue bundesweite Train-the-Trainer-Programm „TrainKommOnko“ an. Die Deutsche Krebshilfe fördert es mit mehr als acht Millionen Euro. In den kommenden vier Jahren sollen Beschäftigte verschiedener Gesundheitsberufe an Krebszentren zu Kommunikationstrainerinnen und -trainern qualifiziert werden. Diese geben ihr Wissen anschließend an ihren Standorten weiter. Das UKW hat das erste von bundesweit sechs Schulungsmodulen entwickelt und im Mai dieses Jahres erstmals durchgeführt. Verantwortlich sind Prof. Dr. Imad Maatouk, Lehrstuhlinhaber für Integrierte Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, und Prof. Dr. Claudia Löffler, Professorin für Integrative Onkologische Medizin. Beteiligt ist zudem Privatdozentin Dr. Elisabeth Jentschke, Leiterin der Psychoonkologie am UKW. Im Mittelpunkt steht die professionelle Haltung gegenüber Krebserkrankten: aufmerksam zuhören, Vertrauen schaffen und gemeinsam tragfähige Entscheidungen entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die verständliche und wissenschaftlich fundierte Kommunikation über Bewegung, Ernährung und andere unterstützende Maßnahmen. An der ersten dreitägigen Schulung in Würzburg nahmen 18 Beschäftigte aus onkologischen Zentren in ganz Deutschland teil. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf als Tandempartner soll das Programm nun in die Breite getragen werden: Zunächst an zwölf, später an mehr als 30 onkologischen Zentren sollen Kommunikationstrainerinnen und -trainer ausgebildet werden.

Zentraler Schulungsinhalt des Würzburger Moduls: Welche professionelle Haltung ist von Seiten der Gesundheitsberufe nötig, um Krebserkrankte bestmöglich zu begleiten?
Zentren für Seltene Erkrankungen: Aus der AG wird ein Verein
Die Arbeitsgemeinschaft der Zentren für Seltene Erkrankungen (AG ZSE) wird zum Verein: Bei einer hybriden Veranstaltung am UKW wurde am 12. Juni 2026 eine Vereinssatzung verabschiedet und mit mehr als 50 Gründungsmitgliedern der Weg zum AG ZSE e. V. eingeleitet. Die AG ZSE ist bereits seit rund zehn Jahren als informeller Zusammenschluss der Zentren für Seltene Erkrankungen in Deutschland aktiv. Zu ihren wesentlichen Zielen gehören die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Zentren, die Weiterentwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards, die Verbesserung der Patientenversorgung sowie die Unterstützung von Forschung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Seltenen Erkrankungen. Darüber hinaus setzt sich die AG für eine stärkere nationale und internationale Vernetzung aller relevanten Akteurinnen und Akteure ein. Mit der nun erfolgten Vereinsgründung erhält diese Zusammenarbeit eine formale und zukunftsfähige Struktur. Im Anschluss an die Verabschiedung der Satzung wurde auch der erste Vorstand des Vereins gewählt: 1. Vorsitzender ist Prof. Dr. Helge Hebestreit, Direktor des ZSE Würzburg (ZESE), als Stellvertretender Vorsitzender fungiert Prof. Dr. Lorenz Grigull, Leiter des ZSE Bonn (ZSEB). Der Verein wird seinen Sitz in Würzburg haben.


Ein Teil des neuen Vereinsvorstands (von links): Prof. Dr. Lorenz Grigull (Bonn), Prof. Dr. Maja Hempel (Heidelberg), Prof. Dr. Frank Kaiser (Essen) und Prof. Dr. Helge Hebestreit (Würzburg).
Zahlen bitte
Fachbereiche des UKW wurden vom Magazin Stern in seiner Klinikliste 2026/27 für ihre medizinische Qualität ausgezeichnet.
Diese sind: Adipositaschirurgie, Angststörungen, Augenheilkunde, Beckentumore, Brustkrebs, Darmkrebs (zwei Mal), Depression, Gynäkologische Operationen, Handchirurgie, Hautkrankheiten, Hautkrebs, Herzchirurgie, Hirntumore, HNO, Interventionelle Kardiologie, Interventionelle Radiologie, Kinderchirurgie, Kreuzbandriss/Meniskus, Leukämie, Multiple Sklerose, Parkinson, Plastische Chirurgie, Prostatakrebs, Psychosomatik, Rhythmologie, Risikogeburten, Schilddrüsenchirurgie, Strahlentherapie, Urologie und Zahnmedizin. Mit Spitzenbewertungen in 31 der insgesamt 39 untersuchten Fachgebiete belegt das Würzburger Krankenhaus der Maximalversorgung in Bayern Rang vier, deutschlandweit Platz 16.
„Als Krankenhäuser der höchsten medizinischen Versorgungsstufe übernehmen die Universitätsklinika Patienten mit besonders schwierigen Erkrankungen. Sie machen oft auch dort noch Behandlungsangebote, wo andere Leistungserbringer nicht mehr weiterwissen.”
Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V.
Das ist der neue Personalrat
Bis zum 21. Juni dieses Jahres konnten 8828 wahlberechtigte Beschäftigte ihre Stimme abgegeben, seither steht der neue Personalrat des UKW fest. Dessen Amtszeit startete am 1. August und geht bis zum Jahr 2031. Zu wählen waren insgesamt 23 Personalratsmitglieder. Zwei davon vertreten die Gruppe der Beamtinnen und Beamten (Wahlbeteiligung knapp 62 Prozent), der Rest die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Wahlbeteiligung rund 38 Prozent). „Wir bedanken uns herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre Teilnahme ein starkes Zeichen für Mitbestimmung und Zusammenarbeit gesetzt haben“, betont Sandra Altunbilezik-Lindenmayer, die neue Personalrats-Vorsitzende. Und das sind die Mitglieder des Gremiums:

Vorsitzende Sandra Altunbilezik-Lindenmayer

1. stv. Vorsitzender Uwe Molnar

2. stv. Vorsitzende Dr. Ingrid Butterhof

Sven Paul

Ralph Pfenning

Johannes Spanheimer

Magdalena Winkler

Claudia Agne

Britta Aufmuth

Bettina Bach

Dr. Christoph Geier

Barbara Gräb

Kerstin Höfer

Gabi Hornung

Verena Jundel

Alexander Kleinert

Dr. Tanja Knoll

Dr. Jens-Holger Krannich

Stefanie Nöth

Thilo Samfaß-Storath

Jessica Schnellbach

Egbert Stanka

Christian Stauder
Wussten Sie, dass …
… es mit Roswitha Brandl und Dr. Reinhard Lorenz (beide im Bild) am UKW zwei neue Patientenfürsprecher gibt? Anfang Juli 2026 übernahmen sie diese Aufgabe von Brigitte Paul und Albert Fischer, die das Ehrenamt in den letzten sechs Jahren innehatten. Patientenfürsprecher unterstützen Patientinnen, Patienten und Angehörige als unabhängige Ansprechpersonen bei Fragen, Anliegen, Beschwerden oder Konflikten und vermitteln zwischen ihnen und dem Krankenhaus.
Kontakt: Telefon: 0931 201-55078 (Anrufbeantworter) oder E-Mail: patientenfuersprecher@ukw.de
