GEMEINSAM STARK

Die Corona-Situation im Landkreis Rhön-Grabfeld

EIN RÜCKBLICK

Seit Anfang dieses Jahres ist das Corona-Virus in unserem Alltag präsent. Die WHO erklärt die Ausbreitung des Virus am 11. März 2020 zur Pandemie. Am 16. März wird der Katastrophenfall für Bayern festgestellt; am selben Tag richtet sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Rhön-Grabfeld ein. Die Bayerische Staatsregierung verordnet zunächst ein Verbot von Veranstaltungen und Besuchen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen. Schulen und KiTas werden geschlossen. Ab dem 21. März gilt eine Ausgangsbeschränkung.

Der Sommer 2020 verläuft in Rhön- Grabfeld ruhig und vorbildlich. Die Infektionszahlen im Landkreis sind über mehrere Wochen sehr niedrig, gar bei null. Mitte September schließlich nimmt das Infektionsgeschehen wieder rasant zu. Rhön-Grabfeld überschreitet den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 50 und wird zu einem von vier Corona-Hotspots in Deutschland. Ab Mitte Oktober gilt die von der Bayerischen Staatsregierung festgelegte „Corona-Ampel“, die die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie vorgibt, die bei einem örtlich erhöhten Infektionsgeschehen greifen. Die Ampel schaltet ab einer Inzidenz von 35 pro 100.000 Einwohner auf Gelb, ab 50 auf Rot und listet Regeln zu privaten Feiern und Kontakten, Sperrstunden und Maskenpflicht auf. Seit 2. November gilt deutschlandweit ein Teil-Lock-Down: U.a. müssen Gastronomie- und Beherbungsbetriebe, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wieder schließen und es gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Umsicht und Vorsicht bleiben die oberste Maxime.

Die Einsatzkräfte an der Teststation in Heustreu.

DIE KOORDINIERUNGSGRUPPE AM LANDRATSAMT RHÖN-GRABFELD

Im März 2020 wird der „Krisenstab Corona“ am Landratsamt Rhön-Grabfeld einberufen. Seither finden regelmäßige Sitzungen statt – bis heute. Der Krisenstab erweitert die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landratsamtes um externe Akteure. Rhön-Klinikum, Arztpraxen, Rettungsdienste, Polizei, THW, Feuerwehr und Bundeswehr arbeiten gemeinsam mit dem Landratsamt an der Krisenbewältigung. Es findet eine sehr konstruktive Zusammenarbeit statt, wichtige Schritte und Entwicklungen können ineinandergreifen. So wurde z.B. die schnelle Aktivierung der Teststation in Heustreu ermöglicht, die bis heute in Betrieb ist (zwischenzeitlich war die Station im Wirtschaftshof der ehemaligen Kreisklinik in Bad Neustadt eingerichtet). Nach Feststellung des Katastrophenfall-Endes im Juni 2020 ist der Krisenstab weiterhin als „Koordinierungsgruppe“ im Dienst. Diese Koordinierungsgruppe wird auch in den kommenden Wochen rund um die Uhr gefordert und aktiv sein.

DIE MITGLIEDER DER KOORDINIERUNGSGRUPPE:

Das Rhön-Klinikum setzt alle Hebel in Bewegung, um die stationäre Versorgung sicherzustellen.

  • Die niedergelassenen Ärzte leisten großartige Arbeit und stellen die ambulante Versorgung im Landkreis sicher.
  • Mit großer Zuverlässigkeit verfolgen die Kollegen des BRK und der Malteser ihre vielfältigen Kernaufgaben wie Rettungsdienst und Katastrophenschutz, aber auch Patientenfahrdienste und Einkaufsdienste.
  • Die Mitarbeiter der FüGK und des Gesundheitsamts bewältigen die schwierige und arbeitsintensive Zeit mit viel Ausdauer und Besonnenheit. Sie sind u.a. für die Einsatzleitung, den Betrieb der Teststation, die Quarantäneanordnungen und die Ermittlung von Kontaktpersonen zuständig.
  • Das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr unterstützt den Landkreis tatkräftig mit im Landratsamt und an der Teststation ein­gesetzten Soldaten.
  • Die engagierten Kollegen des Technischen Hilfswerks und der ­Freiwilligen Feuerwehr übernehmen die logistischen Aufgaben.
  • Die Polizei kontrolliert konsequent die jeweils aktuellen Regelungen.

Aus dem Landratsamt: Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz.

GEMEINSAM STARK

Über die Mitglieder der Koordinierungsgruppe hinaus tragen sehr viele engagierte Menschen im gesamten Landkreis zur Bewältigung der Corona-Situation bei. Zu Beginn der Krise haben zahlreiche Ehrenamtliche Mund-Nasen-Bedeckungen genäht. Der private Spender Eugen Münch hat für die Alten- und Pflegeheime im Landkreis Schutzausrüstung sowie für die gesamte Bevölkerung Mund-Nasen-Bedeckungen gespendet. Ärzte haben sich aus dem Ruhestand zurück in den Dienst gemeldet und im Gesundheitsamt ausgeholfen. So zeigt die Corona-Situation eindrücklich, wie stark der Zusammenhalt und wie groß das Engagement in der Region sind! #eimat #danke

Sophia Mohr, Fotos: © Thaut Images - stock.adobe.com, ©Hanns Friedrich, ©Sophia Mohr

Mund-Nasen-Bedeckungen von ehrenamtlichen Näherinnen.

Eugen Münchs (2. v.r.) großzügige Spende – die im Frühjahr dringend benötigte Schutzausrüstung für die Alten- und Pflegeheime.

LANDRAT THOMAS HABERMANN:

„Bitte halten Sie sich an die aktuell geltenden Beschränkungen und Hygienemaßnahmen. Es gilt, die Situation weiterhin sehr ernst zu nehmen und wachsam zu sein. Bleiben Sie gesund und passen Sie gut auf sich und Ihre Mitmenschen auf!“