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BADEN-WÜRTTEMBERG

Gut besuchte Kontrahierungsveranstaltungen

Blick nach vorn

Wichtige Weichen gestellt

Verbandsgeschäftsführerin Dr. Larissa Klein stellte auf der Kontrahierungs­versammlung in der Genossen­schaftskellerei Heilbronn eG am 11. Juni aktuelle Themen zum Pflanzenschutz vor und ergänzte die Information zur Saatgutfrühbestellung. FOTO: ­Saskia Dietz

Verbandsgeschäftsführerin Dr. Larissa Klein stellte auf der Kontrahierungs­versammlung in der Genossen­schaftskellerei Heilbronn eG am 11. Juni aktuelle Themen zum Pflanzenschutz vor und ergänzte die Information zur Saatgut­frühbestellung. FOTO: ­Saskia Dietz

Gut besuchte Kontrahierungs­veranstaltungen

Blick nach vorn

Wichtige Weichen gestellt

Von Saskia Dietz, Verband baden-württembergischer Zuckerrübenanbauer e.V.

Aufgrund der mehrfach vertagten Verhandlungen des Zuckerrüben-Liefervertrags 2027 wurde zu den diesjährigen Kontrahierungs­veranstaltungen erst im Juni geladen. Trotz der Verspätung um gut einen Monat wurden die Veranstaltungen wie gewohnt von zahlreichen Anbauerinnen und Anbauern genutzt, um neben den klassischen Abrechnungsmodalitäten der vergangenen Rübenernte aus dem Jahr 2025 auch die Vertragsbedingungen für das Jahr 2027 zu diskutieren.

Zuckerrüben-Liefervertrag 2027

Auch im nächsten Jahr wird das Rohstoffsicherungsnetz die Ertragsrisiken absichern und überdurchschnittliche Zuckergehalte werden mit einem Pol-Bonus honoriert. Grundsätzlich wurden die Vertragsmodalitäten in gewohnter Weise verfasst, jedoch sehen die Rübenanbauerinnen und -anbauer für den Liefervertrag der Kampa-gne 2027 einigen Veränderungen entgegen. So wurde bereits in einem Rundschreiben Ende Mai darüber informiert, dass neben der Erhöhung der Transportkostenbeteiligung auf 35 Prozent auch weitere Veränderungen anstehen. Auf den Kontrahierungs­veranstaltungen wurden diese ausführlich von Neil Naschold, Leitung der Rübenabteilung Offenau, dargelegt. Vorerst können die Rübenanbauerinnen und -anbauer 90 Prozent ihrer Lieferrechte sofort kontrahieren und einen Anbauwunsch für die weiteren zehn Prozent äußern. Diese 2-Phasen-Kontrahierung soll dazu beitragen, dass insgesamt marktnäher kontrahiert werden kann.

Die Perspektive des Zuckermarkts wird ein wichtiges Werkzeug sein, da für das Anbaujahr 2026 in Europa stark Flächen reduziert wurden, was die Chance auf steigende Zuckerpreise durch Marktverknappung bietet.

Pflanzenbauliche Themen

Wie auch im vergangenen Jahr wurden neben den vertraglichen Themen auch die Schilf-Glasflügelzikade und die für dieses Jahr erteilten Notfallzulassungen thematisiert. Verbandsgeschäftsführerin Dr. Larissa Klein informierte die Teilnehmenden noch einmal über die wichtigsten Informationen aus vorangegangenen Infoschreiben. Neben den Insektizid- und Fungizidapplikationen spielten in ihrem Vortrag auch das wieder zugelassene Mittel Coragen gegen Rübenmotten und das Mittel PREV-Gold gegen Spinnmilben eine Rolle.

Ergänzend ging sie auch noch einmal auf die Sorten zur Saatgutfrühbestellung ein. Dabei wurden insbesondere aktuelle Erkenntnisse zu Sorteneigenschaften und deren Bedeutung für den Anbau unter dem zunehmenden Schädlings- und Krankheitsdruck vorgestellt. Eine sorgfältige Sortenwahl und ein abgestimmtes Bestandsmanagement sind wichtig für den Anbauerfolg.


Saskia Dietz Saskia Dietz, Verband baden-württembergischer Zuckerrübenanbauer e.V.


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