Seit 15 Jahren Förderer der CI-Selbsthilfe
Die HNO-Klinik des UKW unterstützt seit dem Jahr 2011 offiziell die Selbsthilfe für Menschen mit Cochlea-Implantat. Bei einem Besuch am Würzburger Großkrankenhaus Anfang Juli 2026 bedankten sich die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) und deren Fachzeitschrift „Schnecke“ für die 15-jährige Förderung mit einer Urkunde. Cochlea-Implantate (CI) ermöglichen es tauben oder hochgradig schwerhörigen Kindern und Erwachsenen, wieder zu hören und zu verstehen. Am UKW wurden in den vergangenen 25 Jahren über 3.500 der Hörprothesen implantiert. „Gerade im damit verbundenen Rehabilitationsprozess spielt die Selbsthilfe eine zentrale Rolle. Sie ergänzt die medizinische und therapeutische Versorgung, indem sie den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen Orientierung, Erfahrungsaustausch und emotionale Unterstützung bietet“, unterstrich Prof. Dr. Stephan Hackenberg, der Direktor der HNO-Klinik, beim Treffen.

Von links: Dr. Roland Zeh (Präsident DCIG), Sonja Oligmacher (Vizepräsidentin DCIG) und Marisa Strobel (Chefredakteurin „Schnecke“) überreichten die Dankesurkunde für die 15-jährige Förderung an Prof. Dr. Stephan Hackenberg (Klinikdirektor) und den Prof. Dr. Kristen Rak (Leitender Oberarzt, beide HNO-Klinik des UKW).
Herzlichen Glückwunsch zum Weißen Engel!
Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention verleiht die Auszeichnung „Weißer Engel“ einmal jährlich in jedem Regierungsbezirk. Geehrt werden damit beispielgebende Personen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheits-, Pflege- oder Präventionsbereich ehrenamtlich engagiert oder vorbildliche häusliche Pflege geleistet haben. Im Juni dieses Jahres zeichnete Staatsministerin Judith Gerlach (links) zehn Bürgerinnen und Bürger aus Unterfranken aus – unter ihnen Silvia Stein (rechts). Sie ist die Gründerin und Leiterin der Selbsthilfegruppe für Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und ihre Angehörigen in Würzburg.


Wieder ein voller Erfolg
Das Konzept aus kurzem Spaziergang am Mainufer und Gartenfest am Exerzitienhaus Himmelspforten hat sich erneut bestens bewährt: Der Selbsthilfe-Aktionstag „Gehen wir ein Stück des Weges gemeinsam!“ am 1. Juli 2026 fand wieder hohen Zuspruch und erntete viel Lob von den Teilnehmenden. Deutlich machen dies auch eine umfangreiche Bildergalerie und ein Video unter www.ukw.de/patienten-besucher/selbsthilfe
Ethiktag propagiert die Lust am Leben
Am 18. Juni fand der diesjährige Ethiktag des Klinischen Ethikkomitees (KEK) des UKW statt. Als Gastredner hielt der Arzt, Theologe und Autor Dr. Manfred Lütz einen Vortrag zu seinem aktuellen Buch „Lebenslust“.
Mit seiner pointierten, teils kabarettistischen Art spannte er einen Bogen zwischen unterhaltsamer Satire und tiefgründiger Reflexion über die Endlichkeit des Lebens. Humorvolle Zuspitzungen wechselten sich ab mit nachdenklichen Aspekten über Sinn, Lebensfreude und die Einzigartigkeit jedes Augenblicks. Den Ausführungen im Hörsaal des Rudolf-Virchow-Zentrums folgten rund 300 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer. „Bei den anschließenden Gesprächen im Foyer wurde deutlich, dass die Impulse des Referenten weit über den humoristischen Einstieg hinaus wirkten und viele Anregungen zu ethischen Fragen im klinischen Alltag gaben“, berichtet Privatdozentin Dr. Elisabeth Jentschke. Laut der Leiterin des KEK bildete der Vortrag damit den gelungenen Abschluss eines Veranstaltungstages, der den interdisziplinären Austausch zu ethischen Herausforderungen in der Medizin in den Mittelpunkt stellte. Der Ethiktag wurde von der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp gefördert.

Gastreferent Dr. Manfred Lütz (mit Buch), umrahmt von UKW-Pflegedirektor Marcus Huppertz, Prof. Dr. Christoph Schimmer, Doris Eyrich und PD Dr. Elisabeth Jentschke (alle vom Klinischen Ethikkomitee) sowie dem Ärztlichen Direktor des UKW, Prof. Dr. Tim J. von Oertzen (von links).
Über das Klinische Ethik-Komitee Das KEK ist ein unabhängiges Gremium aus Mitarbeitenden verschiedener Berufsgruppen am UKW. Es hat die Aufgabe, in ethischen Krisensituationen alle an der Behandlung beteiligten Personen beratend zu unterstützen. Mehr dazu unter www.ukw.de/kek

Der Spender Mario Zura mit der stellvertretenden Pflegeleiterin Christina Steinmann, Physiotherapeutin Edith Stadler und Oberärztin PD Dr. Monika Rau (von links).
Mit einer Spende gegen den Muskelschwund
Mario Zura kennt das UKW – speziell die Station M84 – aus eigener Erfahrung. Im vergangenen Jahr wurde er dort mehrere Monate lang wegen eines bösartigen Knochentumors am rechten Schienbein behandelt. Die erfolgreiche Therapie und die empathische Betreuung brachten ihn auf die Idee, die Schwerpunktstation für Hepatologie und Onkologie der Medizinischen Klinik II mit einer Spende zu unterstützen. Gemeinsam mit Familie, Freunden und der Sportgemeinschaft Dietershausen / Friesenhausen, bei der er als Fußballtrainer aktiv ist, sammelte er 1.615 Euro für einen Bewegungstrainer. Das im Frühjahr 2026 angeschaffte Gerät ermöglicht Patientinnen und Patienten, Arme und Beine auch während eines längeren Krankenhausaufenthalts zu trainieren. Ein Motor erlaubt bei Bedarf passive Bewegungen, je nach körperlicher Verfassung kann die Belastung bis hin zu einem aktiven Training gesteigert werden. Ziel ist es, Ausdauer und Muskelfunktion zu fördern und einem krankheitsbedingten Muskelabbau entgegenzuwirken. Neben der regulären Physiotherapie können die Patientinnen und Patienten das Gerät nach entsprechender Einweisung für zusätzliche kurze Trainingseinheiten nutzen.
Doppelte Leopoldina-Ehre
Gleich zwei Forschende der Würzburger Universitätsmedizin sind neu in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen worden: Prof. Dr. Stefan Frantz und Prof. Dr. Heike Rittner. Die Mitgliedschaft in einer der ältesten und renommiertesten Wissenschaftsakademien der Welt zählt zu den höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Experte für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Frantz ist Direktor der Medizinischen Klinik und Poli-klinik I am UKW. Seine Forschung konzentriert sich auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere auf die Wechselwirkungen zwischen Herz, Immunsystem, Gehirn und weiteren Organsystemen. An der Leopoldina reizt ihn vor allem der Austausch über Fachgrenzen hinweg und die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Beratung von Politik und Gesellschaft einzubringen. Mehr Aufmerksamkeit für chronische Schmerzen Rittner ist Inhaberin des deutschlandweit ersten Lehrstuhls für Schmerzmedizin und leitet das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin am UKW. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf den Mechanismen der Schmerzauflösung und der Entwicklung passgenauer Therapien. Mit ihrer Leopoldina-Mitgliedschaft möchte sie dazu beitragen, chronischen Schmerz stärker in Wissenschaft, Gesundheitspolitik und Gesellschaft zu verankern. Die Leopoldina wählt jährlich rund 50 neue Mitglieder aus. Diese bearbeiten fachübergreifend gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen und beraten Politik und Öffentlichkeit.

Prof. Dr. Stefan Frantz

Prof. Dr. Heike Rittner
Aufgepasst!

Neuer Benefiz-Krimi erschienen
Prof. Dr. Alexander Meining, Freizeitschriftsteller und stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW, setzt seine Serie von Benefiz-Romanen fort. Am 9. September dieses Jahres erschien beim Gmeiner Verlag der Band „Narzissen am Galgenberg“, der inhaltlich an das Buch „Der alte Mann vom Main“ anschließt. Zum Inhalt Würzburg, 1946. Die Stadt liegt in Trümmern, die Bevölkerung hungert. Als in der amerikanischen Kaserne am Galgenberg eine junge Frau mit aufgeschlitzter Kehle gefunden wird, drohen Unruhen. Die Lage verschärft sich, als eine weitere Leiche auftaucht, bei der es sich um die Freundin des ersten Opfers handelt. Beide Frauen wurden mit Narzissen geschmückt. Inspektor Gerhard Mehling ermittelt gemeinsam mit Colonel John Schmidt, dem Leiter der US Military Police, unter Alt-Nazis, einsamen US-Soldaten und verblendeten Krankenschwestern. Das verkaufsabhängige Autorenhonorar spendet Meining an den Würzburger Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“, bei dem das Geld in die Finanzierung des geplanten Zentrums für Patienten- und Angehörigenbegleitung am Rotkreuzhof fließen soll. www.kampfgegenkrebs.de/ angehoerigenhaus
Bild: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention | Thomas Berberich und Daniel Peter / UKW | Gmeiner Verlag