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Geschäftsjahr 2025/26

Zuckersegment belastet

Umsatz und Ergebnis deutlich unter Vorjahr

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Vorläufige Geschäftszahlen

Belastendes Marktumfeld

Deutlicher Ergebnisrückgang im Geschäftsjahr 2025/26

Von Christine Weißenberger, Redaktionsleitung der dzz

Die Südzucker-Gruppe blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025/26 zurück. Wie aus dem Ende Mai veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht, sank der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich von 9,7 auf 8,4 Milliarden Euro. Noch stärker fiel der Rückgang beim operativen Konzernergebnis aus: Es verringerte sich von 350 auf 163 Millionen Euro. Hauptursache war die schwierige Entwicklung im Segment Zucker, das erneut von einem schwachen Marktumfeld geprägt war. Auch das operative EBITDA ging von 723 auf 535 Millionen Euro zurück.

Niedrige Zuckerpreise belasten das Kerngeschäft

Besonders deutlich zeigte sich die schwierige Marktlage im Segment Zucker. Der Umsatz sank von 3,9 auf 2,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig weitete sich der operative Verlust von minus 13 auf minus 177 Millionen Euro aus.

Verantwortlich dafür waren vor allem die im Jahresverlauf deutlich niedrigeren Zuckerpreise sowie rückläufige Absatzmengen. Entgegen den Erwartungen kam es im europäischen Markt nicht zu einer Erholung der Preise. Hintergrund war eine größere Rüben- und Zuckerproduktion aus der Ernte 2025 als ursprünglich angenommen. Die gesunkenen Herstellungskosten konnten diesen Effekt nicht ausgleichen. Auch die Anbaufläche wurde angepasst. Sie verringerte sich konzernweit um 18 Prozent auf rund 305.800 Hektar. Insgesamt verarbeitete Südzucker während der Kampagne 24,8 Millionen Tonnen Rüben gegenüber 29 Millionen Tonnen im Vorjahr. Die Zuckerproduktion einschließlich Rohzuckerraffination lag mit 3,8 Millionen Tonnen leicht unter dem Vorjahreswert.

Unterschiedliche Entwicklung in den Segmenten

Im Segment Spezialitäten ging der Umsatz leicht auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis verringerte sich von 203 auf 177 Millionen Euro. Neben niedrigeren Verkaufspreisen wirkten sich vor allem gestiegene Personalkosten belastend aus.

Positiv entwickelte sich dagegen CropEnergies. Trotz eines Umsatzrückgangs auf 793 Millionen Euro verbesserte sich das operative Ergebnis deutlich von 22 auf 37 Millionen Euro. Dazu trugen insbesondere niedrigere Rohstoff- und Energiekosten bei.

Das Segment Stärke verzeichnete einen Umsatzrückgang auf 911 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sank von 36 auf 21 Millionen Euro. Belastend wirkten niedrigere Preise, geringere Absatzmengen sowie höhere Rohstoffkosten.

Stabil zeigte sich das Segment Frucht. Der Umsatz blieb mit 1,65 Milliarden Euro nahezu unverändert. Das operative Ergebnis konnte leicht auf 105 Millionen Euro gesteigert werden. Höhere Margen glichen dabei rückläufige Absatzmengen bei den Fruchtsaftkonzentraten aus.

Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,4 Milliarden Euro. Erstmals wird dabei das operative EBITDA als zentrale Steuerungsgröße auf Konzern- und Segmentebene herangezogen. Dieses soll zwischen 480 und 680 Millionen Euro liegen. Gleichzeitig verweist Südzucker auf die anhaltenden Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen, weltwirtschaftliche Risiken und mögliche Auswirkungen internationaler Handelsabkommen. Auch die Entwicklung zollfreier Agrarimporte aus der Ukraine bleibt ein wichtiger Einflussfaktor für die europäischen Agrarmärkte.

Mit dem im Juli veröffentlichten Quartalsbericht startete Südzucker im Rahmen der Erwartungen in das Geschäftsjahr und bestätigte die Jahresprognose. Im Segment Zucker sank der Umsatz aufgrund geringerer Absatzmengen und erneut niedrigerer Zuckerpreise deutlich von 704 auf 629 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das operative EBITDA spürbar: Der Verlust verringerte sich von minus 34 auf minus 21 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren erneut gesunkene Herstellungskosten aus der Kampagne 2025, die den Umsatzrückgang teilweise ausglichen.

Konzernweit stieg das operative EBITDA von 96 auf 135 Millionen Euro, obwohl der Umsatz leicht von 2,2 auf 2,1 Milliarden Euro zurückging. Für das Gesamtjahr erwartet Südzucker weiterhin ein operatives EBITDA zwischen 480 und 680 Millionen Euro.

Neue Anleihe stärkt Finanzierung

Zur weiteren Absicherung der Finanzierung hat Südzucker Ende Mai 2026 erfolgreich eine Unternehmensanleihe über 400 Millionen Euro platziert. Die über die niederländische Tochtergesellschaft Südzucker International Finance B.V. begebene Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Kupon von 4,375 Prozent.

Der Emissionserlös soll unter anderem für die Refinanzierung der im Oktober 2027 fälligen Nachhaltigkeitsanleihe genutzt werden.


Christine Weißenberger Redaktionsleitung der dzz


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