Rottendorfs Bürgermeister Roland Schmitt überreicht Erich und Edith Dröge die ersten beiden von der Gemeinde ausgegebenen APG-Seniorenabos.
Bequem in die Stadt fahren
Seit Dezember gibt es für Menschen ab 65 ein eigenes APG-Seniorenabo
Bequem in die Stadt fahren
Seit Dezember gibt es für Menschen ab 65 ein eigenes APG-Seniorenabo

Rottendorfs Bürgermeister Roland Schmitt überreicht Erich und Edith Dröge die ersten beiden von der Gemeinde ausgegebenen APG-Seniorenabos.
Bis vor kurzem war es für Erich und Edith Dröge nicht so einfach, von Rottendorf nach Würzburg hineinzufahren. Die beiden hatten keine Dauerfahrkarte. Da standen sie dann manchmal vor dem Ticketautomaten: „Und ausgerechnet jetzt fehlte uns Kleingeld“, berichtet Erich Dröge. Oder der Zug stand schon da. Und es blieb wenig Zeit, nach Münzen zu kruschen. Diese Umständlichkeiten gehören nun der Vergangenheit an. Denn die Dröges haben ein APG-Seniorenabo.
Seit Dezember gibt es das spezielle Abo der APG für Menschen ab 65 Jahren, das auf das Spar-Abo aufbaut. 15 Gemeinden beteiligen sich bisher daran. Rottendorf, Kürnach, Eisingen, Randersacker und Waldbrunn verzeichnen bereits erste Abonnenten. „Das Seniorenabo ist deutlich günstiger als das reguläre Spar-Abo“, erläutert APG-Mitarbeiterin Madeleine Wohlfeil. Denn das Kommunalunternehmen gibt den Gemeinden das Seniorenabo zu einem im Vergleich zum Spar-Abo um zehn Prozent reduzierten Preis. Die Gemeinden wiederum, die das Ticket ausgeben, lassen bei der Weitergabe noch einmal mindestens fünf Prozent nach: „Wobei sie auch einen höheren Rabatt gewähren können.“
Rottendorf ist in vielfacher Hinsicht vorbildlich, was den Umgang mit dem APG-Seniorenabo anbelangt. Zum einen war die Gemeinde im Januar die erste, die Seniorenabos ausgab. „Sechs sind es inzwischen“, so Bürgermeister Roland Schmitt. So viele gab bisher noch keine andere Gemeinde aus. Auch gibt die Gemeindeverwaltung die Abos noch einmal um zehn Prozent reduziert ab. Erich und Edith Dröge haben damit einen Preisvorteil von 20 Prozent.
Für die Dröges lohnt sich das Abo allemal. Denn das Ehepaar muss häufig nach Würzburg fahren. „Zweimal in der Woche hat meine Frau einen Termin beim Augenarzt“, berichtet der 78 Jahre alte Erich Dröge. Außerdem nimmt seine um ein Jahr jüngere Gattin an den Monatstreffen des Schwerhörigenverbands in Würzburg teil. Wohin Erich Dröge sie begleitet.
Als Zielwabe wählten die aus Amberg zugezogenen Wahl-Rottendorfer die Großwabe Würzburg. Doch sie hätten auch eine andere Zielwabe angeben können, um zum Beispiel regelmäßig in andere Gemeinden des Würzburger Landkreises, nach Main-Spessart oder Kitzingen fahren zu können. Doch die Möglichkeit, günstig nach Würzburg zu kommen, genügt vorerst, meint Erich Dröge.
Sehr zufrieden ist das Ehepaar mit der guten Busverbindung zwischen Rottendorf und Würzburg. „Der Zug geht zweimal in der Stunde, außerdem fährt jede Stunde ein Bus“, so Erich Dröge. Wenn möglich, bevorzugen die beiden den Bus: „Denn so sieht man einfach mehr von der Landschaft.“
Das Auto lassen die Dröges im Übrigen schon lange stehen. „Ich kann meinen Kopf nicht mehr drehen, um über die Schulter zu schauen“, erklärt Erich Dröge. Das Autofahren aufzugeben, hat dem ehemaligen Kämmerer nicht viel ausgemacht. Eben weil der ÖPNV so gut ist.